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Mandela - Der lange Weg zur Freiheit

Von Aminata Diallo

Der Film MANDELA - der lange Weg zur Freiheit (Long Walk to Freedom) startet am Donnerstag, den 30.01.2014 in den Deutschen Kinos. Es ist die Geschichte eines Mannes, der eine Gefanenschaft in Kauf nimmt, um seinen Idealen und seinem Volk treu zu bleiben. Der Film erzählt auch die Geschichte Südafrikas in der Zeit der Apartheid... Eine Zeit, in der schwarze und weiße Menschen getrennt von einander lebten... Eine Zeit, die zumindest seither nur in Erinnerung bleibt.

Der Film erzählt von der Liebe, dem Kampf und der Gefangenschaft des führenden Anti-Apartheid-Kämpfers, ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas und Nobelpreisträgers.

 

 

Während der Premiere des Filmes in London im vergangenen Jahr erhielten die beiden Töchter Nelson Mandelas, Zindzi und Zenani am 05.12.2013, die Nachricht vom Tode ihres Vaters. Beide wollten die Premiere trotz der Umstände stattfinden lassen. Erst nach der Vorführung des Filmes wurde das Publikum über Nelson Mandelas Tot informiert.

 

 

Gleich vorweg: Ja, Mandela der lange Weg zur Freiheit ist sehenswert. Aber es sollte nicht in Vergessenheit geraten, dass es Nelson Mandela war, der diese Geschichte, dieses Leben geschrieben hat und kein Filmemacher.

 

Verkörpert wird Nelson Mandela von Idris Elba. Wobei beide Männer eine unglaubliche Präsenz ausstrahlen. Nur tat Mandela das durch seine beispiellose innere Ruhe und Elba durch seine ausgeprägte Männlichkeit.

 

Wer sich also mit der Geschichte Mandela´s auseinandergesetzt hat, wird jederzeit daran erinnert, dass der Film eben nur ein Film ist. Komischerweise besteht er trotzdem darauf, die Darstellerin der Ehefrau Mandelas, Naomi Harris in dem selben Kostüm, wie die echte Ehefrau Winnie es trug, zu zeigen. Trotzdem besticht Naomi Harris in dem Film vor allem durch ihre beständige Attraktivität, gute Haut und das halten ihres geringen Gewichtes. Dieses Bestehen auf Ästhetik ist aber wohl den Erwartungen des Publikums zu verschulden.

 

Der Film beruht auf der 1994 erschienenen Autobiographie von Nelson Mandela. Wobei man diese Tatsache nicht einmal mitbekommt, wenn sie einem bewusst ist. Das vonWilliam Nicholson entwickelte Drehbuch hätte auch genauso gut ein Ausdruck Nelson Mandela´s Wikipedia-Eintrages sein können.

 

Mandela der lange Weg zur Freiheit bleibt vermutlich aus Zeitgründen an der Oberfläche, findet aber doch genug Zeit, sich ausführlich mit den Liebesgeschichten Mandela´s zu beschäftigen.

 

Mandela wird selten als Held dargestellt oftmals ist er einfach nur sehr menschlich. Aber er gehört immer zu den Guten, was er nach meinem Bemessen auch war. Für den Zuschauer bietet sich aber zu keiner Zeit die Möglichkeit, Nelson Mandela in Frage gestellt. Man wird von dem Regisseur Justin Chadwick durch einen Blickwinkel gelenkt. Es scheint verboten zu fragen, ob der Zweck wirklich die Mittel heilt.

 

Zeitweise ist es eine Art Hollywood Film und man muss sich zwingen nicht all zu viel Unterhaltung zu verspüren, stellenweise kommt trotzdem Langeweile auf, diese Phasen überbrückt man damit, sich in Idris Elba zu verlieben. Denn Elba steht seiner Spielpartnerin Äußerlich in nichts nach.

 

 

Wobei ihm Naomi Harris spielerisch haushoch überlegen ist. Diese Tatsache wird aber erst ab dem zweiten Drittel des Filmes klar.

 

Alles in Allem ist es ein ausgesprochen sehenswerter, seriöser Film, der nie auf Mitleid abzielt. Gerade für Menschen, die sich im Vorhinein nicht mit der Geschichte Mandela´s bzw. Südafrikas auseinandergesetzt haben, bietet dieser Film einen tollen Einstieg. Er verlangt keine Vorkenntnisse um ihn zu verstehen.

 

 

Nur leider bleibt die Frage: „Wer war Nelson Mandela?“ unbeantwortet.

 

Aminata Diallo

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