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Abschied nehmen bedeutet immer ein wenig sterben

Partir, c’est mourrir un peu (Französisches Sprichwort)

Abschied nehmen oder einfach gehen kann tatsächlich bedeuten, dass man ein wenig stirbt… Man verlässt Leute, die man gern hat, man entfernt sich von seiner vertrauten Umgebung und bewegt sich Richtung Ungewissheit.

Derjenige, der nie den Mut hat zu gehen, neue Wege zu erforschen, wird nie den Reichtum der Kulturen aus fernen Ländern kennenlernen. Er wird sich auf Spekulationen und Berichte verlassen müssen. Noch gefährlicher wird es, wenn  diese auf falschen Informationen beruhen.

Gehen ist ein wenig sterben, ich gehe jedoch gern, bleibe aber dennoch meiner Familie und meinen Freunden treu,  denn das eine schließt das andere nicht aus.

Narcisse Djakam

Kommentare (6)
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Sandrine, am 17.04.2010 um 20:08:29

Hi,

ich habe bestimmt so gedacht, als ich Kamerun verlassen hatte. Heute sehe ich alles anders. Jede sollte irgenwann eine lange Reise machen. Man lernt neu Sichtweise der Welt zu betrachten, man kann die in Bücher oder Medien verbreitete Theorie mit der Realität vergleichen.

Für uns Afrikaner, Bürger aus einem in europaischen Medien mit viele Stereotypen dargestellte Kontinent ist das noch wichtiger. Wir sterben vielleicht in dem wir uns von unsere Traditionen ein bisschen entfernen, das ist aber für einen guten.

Maxim, am 17.04.2010 um 23:45:57

ich bin der Meinung, dass weggehen Mut erfordert und nur eine Bereicherung sein kann. Man sollte das beste daraus machen können. Derjenige, der weggeht und offen ist für neue Erfahrungen kann nur gewinnen. Natürlich die Erfahrungen können positiv wie negativ sein.

Tinisra, am 18.04.2010 um 21:57:01

Ich denke, es ist immer schwer den ersten Schritt zu machen. Danach wird es einfacher. Gerade im Bezug auf "seine Heimat für längere Zeit verlassen" wird es aber immer Momente geben, in denen man sich wünscht, man wäre nie gegangen. Ein Abschied fällt sicherlich leichter, wenn man weiß, man kehrt bald zurück.

Aber auch für die Zurückbleibenden ist es glaube ich schwer. Sie bleiben in ihrem sprichwörtlichen Trott, während der Gegangene neue Dinge erlebt und dadurch mehr Ablenkung hat.

Ich habe zu dem Thema Abschied auch ein tolles Zitat von Sergio Bambaren, Der "träumende Delphin"

Vielleicht bedeutet Liebe auch lernen, jemanden gehen zu lassen, wissen, wann es Abschied nehmen heißt. Nicht zulassen, dass unsere Gefühle dem im Weg stehen, was am Ende wahrscheinlich besser ist für die, die wir lieben.

Als Zurückbleiber ist es glaube ich wichtig, dem Anderen durch Worte/Gesten/Handlungen kein schlechtes Gewissen zu machen, dass er geht, sonst fällt der Abschied umso schwerer....

Meine Hochachtung gilt all denen, die es gewagt haben, sich in einem fremden Land ein neues Leben aufzubauen!

standup, am 30.04.2010 um 20:51:16

Hi Leute,

Zu dem Thema "Abschied nehmen bedeutet immer ein wenig sterben", ist das Wort sterben zu hart, da der Mensch soll und kann sich weiterentwickelt, ohne die Erfahrungen zu verlieren, dass er gesammelt hat. Sterben für mich bedeutet alles verlieren, nichts mitnehmen.

resi, am 13.02.2014 um 12:24:05

das wichtigste im leben ist neugier. neugierde ist der motor der in uns ist, oder besser gesagt in uns sein sollte. neugier andere länder zu entdecken, menschen zu treffen, die die welt anders sehen, als wir es tun. neugier, alles zu erforschen, dingen auf den grund zu gehen.es ist immer schwer zu gehen, es schmerzt, aber hat man erstmal den anfänglichen Sturm überwunden, erwacht man aus einem Gefühl der Glueckseligkeit. reisen zu dürfen ist das größte privileg und der größte schatz den man sich erträumen kann. frei zu sein. das ist das gute im leben. und dann realisiert man, das reisen bildung heißt, lernen heißt.es wird leider immer so sein, dass  man geht und es tut weh, dann kommt man an und schon ist die zeit gekommen, bei der man wieder abschied nehmen muss und es tut wieder weh. aber ich denke, dass ist eine der sachen die man im leben wohl zu lernen hat. 

resi, am 13.02.2014 um 12:29:20

deshalb geht raus in die welt, wie einst mark twain gesagt hat:" in 20 jahren wirst du mehr enttäuscht ueber die dinge sein, die du nicht getan hast, als ueber die dinge, die du getan hast. also loese die knoten, laufe aus dem sicheren hafen. erfasse die passatwinde mit deinen segeln. erforsche, träume"