Heute ist der 22.04.2018

DEUTSCHLAND BRAUCHT EINWANDERER.

Die VolkszĂ€hlung von 2011 hat ein erstes Ergebnis geliefert: In Deutschland leben weniger Menschen als bisher angenommen. Wenn die Geburtsrate diesen Unterschied nicht ausgleichen kann, wĂ€re eine alternative Lösung, Maßnahmen zu ergreifen, welche zur Einreise ermutigen, da Menschen das sicherste und nachhaltigste Kapital fĂŒr ein Land bleiben...

Deutschland hat weniger Einwohner als bislang angenommen: Aktuell leben rund 80,2 Millionen Menschen in der Bundesrepublik. Das ergab der Zensus 2011, den das statische Bundesamt in Berlin vorstellte. Bislang waren die Statistiker von 81,8 Millionen Einwohnern ausgegangen.

 

Die Bevölkerung war zuletzt im Jahr 1987 in der damaligen Bundesrepublik, sowie 1981 in der DDR gezählt worden. Auf der Grundlage der damaligen Ergebnisse wurden die Daten fortgeführt und im Laufe der Zeit immer ungenauer. Die erste Volkszählung in Deutschland seit mehr als zwei Jahrzehnten kommt nunmehr auf exakt 80.219.695 Menschen.

 

Es ist klar zu merken, dass die Bevölkerung entgegen aller verbreiteten Empfindungen zurückgeht. Wenn man diesen Fakt mit der Alterung unserer Gesellschaft verbindet, ist es doch legitim sich ein paar Sorgen für die Zukunft zu machen. Wir alle wissen zum Beispiel, dass die Arbeitskräfte von heute die Garantie für unsere Rente von morgen sind...

 

Wo bleibt der Nachwuchs...

Die Frauen in Deutschland verzichten immer häufiger auf Nachwuchs. Weder die Krippenoffensive noch das Elterngeld oder die Erhöhungen des Kindergeldes haben den jahrzehntelangen Sinkflug der Geburtenrate bislang stoppen können. Im Gegenteil: Der Anteil der kinderlosen Frauen ist zwischen 2008 und 2012 weiter gestiegen, wie die Studie des Statistischen Bundesamtes "Geburtentrends und Familiensituation" zeigt. Und nach 2020 drohe Deutschland gar ein regelrechter Einbruch bei den Geburtenzahlen, prophezeien die Statistiker.

 

 

Die "Welt" zeigt die wichtigsten Trends:

 

In Deutschland liegt die Geburtenrate seit vielen Jahren konstant niedrig bei knapp 1,4 Kindern pro Frau. 2012 meldeten die Standesämter 673.500 Geburten. Das war ein Viertel weniger als 1990 und nur halb so viel wie im Rekord-Baby-Jahr 1964, als fast 1,4 Millionen Babys zur Welt kamen. Damals hatten die Frauen im Schnitt noch 2,5 Kinder. Weil die meisten Frauen ihre Kinder im Alter zwischen 25 und 35 bekommen, ist für die künftige Entwicklung der Geburtenzahlen entscheidend, wie sich diese Altersgruppe in den nächsten Jahren verhält. Bis 2020 bleibt die Gruppe der 25- bis 35-Jährigen relativ konstant.

 

Deshalb rechnen die Statistiker für diesen Zeitraum mit weitgehend stabilen Geburtenzahlen. Danach jedoch schrumpft diese Altersgruppe rapide, weshalb nach diesem Zeitpunkt deutlich weniger Kinder zu erwarten sind als heute. Nur bei einem deutlichen Anstieg der Geburtenrate auf 1,6 ließe sich der absehbare Einbruch der Geburtenzahlen nach 2020 noch verhindern, sagte Statistik-Chef Egerle. Bislang jedoch gäbe es für eine solche positive Entwicklung keinerlei Anzeichen.

 

Große Familien sind schon seit mehr als drei Jahrzehnten eine Ausnahmeerscheinung. Rund 31 Prozent der Mütter bekommen ein Kind, fast jede zweite hat zwei Sprösslinge. 15 Prozent bekommen drei und sechs Prozent vier oder mehr Kinder. Im Osten ist der Anteil der Kinderreichen mit 14 Prozent weit geringer als im Westen, wo fast jede vierte Frau mindestens drei Kinder hat. Das geringe Vorkommen von Großfamilien unterscheidet Deutschland von geburtenstarken Ländern wie Frankreich oder USA. Hierzulande ist dagegen schon sehr lange die Zwei-Kind-Familie die Norm. (Quelle: www.Welt.de)

 

15 Millionen mit Migrationshintergrund

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes haben 15,0 Millionen Einwohner des Landes einen sogenannten Migrationshintergrund. Damit stammt mittlerweile fast jeder Fünfte aus einer Zuwandererfamilie. Viele von ihnen haben aber die deutsche Staatsbürgerschaft: Unter den 80,2 Millionen Einwohnern finden sich nämlich nur knapp 6,2 Millionen Ausländer - eine Quote von 7,7 Prozent. Damit leben in der Bundesrepublik etwa 1,1 Millionen Ausländer weniger als bisher angenommen.

 

Zusammen, sind wir stärker...

 

In letzter Zeit hört man oft Meldungen, die die Bedrohung durch die immer höhere Anzahl von "Menschen mit Migrationshintergrund" in der Gesellschaft thematisieren. Die aktuelle Krise in Europa hat sicherlich die Bewegung von Menschen aus den Nachbarländern nach Deutschland beschleunigt. Für viele Migranten aus Afrika, bleibt nur der (unsichere) Weg über die Wüste und das Meer. Die dramatische Folgen sind vorprogrammiert.

 

Die Zeit ist reif, sich nachhaltige Lösungen für diese Bewegung zu überlegen. Es geht hier um eine faire  Partnerschaft mit den südlichen Länder, damit eine robuste wirtschaftlliche Entwicklung angekurbelt werden kann. Wir denken auch an klare Signale in Richtung der korrupten Regierungen. Auf lokaler Ebene soll jeder von uns sich Gedanken machen, welche globalen Auswirkungen sein Handeln haben kann. Wo werden meine Kleidungen hergestellt? Und wie werden die Mitarbeiter in diesen Ländern behandelt? Kommt hier Kinderarbeit in Frage? Welche Besonderheit hat ein Kaffee aus "fairem Handel"?

 

Parallel soll uns klar werden, dass Migranten eine Bereicherung für die Gesellschaft sind. Das sind Menschen, die mit Respekt behandelt sein müssen. Viele sind gut ausgebildete Leute, die nur aktiv sein wollen. Menschen, die Teil unserer Gesellschaft sein wollen...

 

Narcisse Djakam

Kommentare (3)
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Maxim, am 11.11.2013 um 00:13:47

Migranten sollen sich auch mit dem Land identifizieren können und nicht erwarten, dass man sie besonders behandeln muss. Natürlich braucht Deutschland (oder auch wird in der Zukunft) mehr Menschen. Man soll auch für Ordnung, Sicherheit und das Gefühl der Zusammengehörigkeit etwas tun. Dabei sind Menschen, die auch das Land schätzen und nicht nur wirtschaftliche Vorteile jagen, notwendig.

Aboubacar, am 11.11.2013 um 01:00:34

Toleranz und Respekt kann das Zusammenfinden und Zusammenleben einfacher machen. Migranten sind längst eine Realität in Deutschland. Berlin ist ein Beispiel wie Menschen aus unterschiedliche Kulturen zusammenleben können. Schwierigkeiten sind natürlich nicht auszuschliessen. Wir sind nähmlich nur Menschen.

Theresa, am 12.11.2013 um 12:04:18

Migration ist ein natürliches Prozess. Wir sollen entspannter damit umgehen können.